Wieder zu Hause

Am dritten Tag meines Krankenhausaufenthalts wurde ich entlassen. Zuvor wurde allerdings noch ein Doppler gemacht: Dabei werden via Ultraschall die Halsarterien untersucht.
Auf der rechten Seite wurde dann die Ablagerung von weicher Plaque festgestellt, aber von einer wirklichen Verengung der Arterie (Carotisstenose genannt) war noch keine Rede.
Dennoch war ich ziemlich verunsichert, weil der behandelte Arzt auch meinte, ich bin ja ein Hochrisikopatient, und man müsse das weiter beobachten.
Meine blöde Arteriosklerose hatte sich also auch schon in anderen Gefäßen breit gemacht. Die Frage nach dem Woher? stellte sich mir immer wieder.

Medikamente

Um den Stent, bei dem es sich um einen sogenannten  medikamentenbasierten Stent (DES) handelt, damit das Risiko einer Thrombose vermindert wird, richtig einheilen zu lassen, sieht mein Therapie-Plan wie folgt aus:

– Kein Sport / keine Anstrengung die nächsten 4 Wochen
– Morgens 2,5mg Bisoprolol (Beta-Blocker)
– Morgens 75mg Clopidogrel (Thrombozyten-Hemmer)
– Morgens 100mg ASS (Thrombozyten-Hemmer)
– Abends 40mg Simvasatin (Cholesterinsenker)
– Abends 20mg Pantoprazol (gegen Magenschmerzen)

Das ist schon eine ganze Menge !
Insbesondere der Beta-Blocker macht mich nervös, weil ich ja seit über 40 Jahren mit Asthma lebe und dieses Medikament eine Kontraindikation zu meinen Asthma darstellt.  Auf dem Beipackzettel steht also, dass man Bisoprolol nicht einnehmen soll, wenn man an Asthma leidet, und auf dem Beipackzettel meiner Asthmamittel steht geschrieben, dass man diese bei einer koronaren Herzkranzerkrankung nicht verwenden darf.
Na super !

Da ich keine der typischen Ursachen für Arterienverkalkung habe, also kein Bluthochdruck und Übergewicht habe, viel Sport mache und auch  kein Diabetes oder zu hohen Cholesterin-Spiegel habe und auch Nichtraucher bin, war in der ärztlichen Diagnose und Krankenbericht immer von vererbt oder familiäre Vorbelastung die Rede. Okay, mein Vater hat 2 Stents, die er mit 60 Jahren bekommen hat, meine Mutter hat Herzrhythmusstörungen im Sinne von Vorhofflimmern. Beide leben aber relativ gesund und sind fit für Ihr Alter (beide über 75 Jahre).

Mit den Medikamenten will man also einerseits den Eingriff abheilen lassen, aber mich auch vor einem Infarkt bzw. weiterer Arteriosklerose schützen. Deswegen soll der LDL-Wert (hier erklärt) des Cholesterins auf unter 70 mg/dl gesenkt werden. Auf die nächsten Blutwerte bin ich gespannt.

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