Die Reha

Die Reha ist jetzt nach 3 Wochen vorbei und ich mein Fazit ist zwiegespalten. Warum erläutere ich hier:

Zum Einen konnte ich zur Ruhe kommen, Stress abbauen und mich täglich sportlich betätigen. Das hat mir gut getan. Hinzu kamen Seminare über die richtige Ernährung, die Krankheitsbilder „Koronare Herzkranzgefäßerkrankung“, Bluthochdruck, Herzinfarkt und Stent. Das war auch recht informativ, aber für mich jetzt nicht wirklich etwas Neues, da ich mich ja schon mit der Materie beschäftigt habe. Auch der Austausch mit den Mitpatienten war sehr positiv (in der Reha spricht jeder sofort über „seine“ Leiden).

Was mir überhaupt nicht gefallen hat waren die Einrichtung selbst. Sehr altbacken und unmodern, hellhörig, Krankenhaus-Flair pur, das Kantinenessen (ohne Abwechslung am Morgen und Abend), aber auch insbesondere die 0-8-15 Behandlung der Patienten. Ich mag mit 45 Jahren kein typischer Herzpatient sein (zumal sportlich und schlank), wurde aber von den Ärzten immer wieder ausgebremst. So durfte ich eben nicht „normal“ joggen oder beim Fahrrad-Ergometer 150 Watt treten, sondern maximal 75 Watt, wie eben bei den „besten“ 70jährigen. Es wurden auch eher meine Ängste geschürt als abgebaut: „Ich würde an Ihrer Stelle nicht alleine im Wald joggen gehen, sie sind herzkrank. Da kann immer wieder etwas passieren!“ waren die Worte vom Chefarzt.

Ich kann natürlich verstehen, dass man auf Sicherheit gehen möchte, aber man hätte das sicherlich subtiler machen können bzw. in der 3-wöchigen Reha selbst adaptieren können (z.b. von anfänglich 75 Watt auf 100 oder 125 Watt).

Meine Blutwerte wurden natürlich auch regelmäßig kontrolliert:

LDL-Cholesterin: 52 mg/dl
HDL-Cholesterin: 44 mg/dl

Damit kann ich sher zufrieden sein 🙂
Naja, nun ist die Reha vorbei und ich bin endlich wieder zuhause bei meiner Familie *freu* !





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